Nepenthes-Gitter
pipette

Unsere Kannenpflanzen mögen es (bis auf sehr wenige Ausnahmen) nun so garnicht, wenn sie “nasse Füsse” bekommen, also im Wasser stehen. Dennoch sorgen viele Halter für eine erhöhte Luftfeuchte durch ein Wasserreservoir im Terrarienboden. Zumindest jene Halter, die sich lieber auf die Topfkultur verlassen, als ein Terrarium direkt zu bepflanzen. Beides hat sicher seine Vor- und Nachteile, die Direktbepflanzung ganz bestimmt zumindest im Bereich der Optik. Persönlich möchte ich das aber nicht so handhaben, weil ich sehr oft etwas an meinen Terrarien ändere; da ist das Handling mit Töpfen eben doch einfacher, auch wenn es eben nicht wie ein Stück Borneo aussieht.

Es taucht dann immer die Diskussion auf, welche Art Gitter man denn verwenden solle um beides zu bewerkstelligen, die Luftfeuchte und dennoch eine Abstellfläche zu haben. Es gibt in Fachgeschäften für Orchideenliebhaber solche Gitter zu kaufen - angesichts der Preise stellt sich aber schnell auch Atemnot ein. Auch die sogenannten Lichtgitter der Firma Louver sind zwar sehr praktisch, aber auch immer noch teuer und zudem ein Duroplast - sie brechen eben sehr schnell. Glücklicherweise habe ich Kontakte zu Labors, die mir hin und wieder solche blauen Verpackungen von Pipettenspitzen abgeben. Man soll es nicht glauben, aber das ist Abfall, das wandert ansonsten in den Müll.

Diese Boxen sind Pipettenträger, wie sie Labors mit Pipettenspitzen befüllt angeliefert bekommen. Täglich wandern Hunderte dieser Träger (samt umhüllender Schutzboxen) auf dem Müll, weil es kein Rücknahmesystem dafür gibt. Die blauen Boxen sind ca. 10 x 15 cm und 6 cm hoch; die gelben Träger 12 x 8 cm und 2 cm hoch. Da das Ganze auch noch stapelbar ist, ergeben sich zahllose Varianten. Drainage zum Nulltarif.

Eine ebenfalls praktikable Variante ist ein absolutes Billigprodukt. Was auf dem unteren linken Bild noch kaum erkennbar ist - entpuppt sich rechts gewendet als Besteckkasten - erstanden bei der Fa. Woolworth in der Haushaltsabteilung für 1,95 €. Da es sich hierbei um ein Thermoplast handelt, kann daran auch bedenkenlos gewerkelt werden; das ist so schnell nicht kaputt zu kriegen. Eventuelle Ausschnitte für Heizkabel oder ähnliches sind sehr leicht herzustellen. Auch das anpassen an die Terrarienmaße sollte keinerlei Problem darstellen. Ein scharfes Teppichmesser reicht aus um kleine Veränderungen vorzunehmen.

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Ich kombiniere beide Möglichkeiten und halte damit die handwerklichen Eingriffe in Grenzen. Heizkabel und Stabheizer können somit problemlos verlegt werden und die Luftzirkulation ist gewährleistet. Da diese Gitter relativ lichtdicht sind, begrenzt sich auch das Algenwachstum im Wasser auf dem Boden auf ein Minimum. Die Reinigungsintervalle werden somit auch merklich verkürzt.

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