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Und sie wachsen eben doch in die Höhe...
die Nepenthes. Vor allem viele Neueinsteiger in diese faszinierende Gattung Karnivoren sind schnell betrübt, weil ihr teuer angeschafftes Terrarium nun mal nicht mit den Kannensträuchern mitwachsen kann. Für die kleinwüchsigen Arten wie campanulata und Co sind die längsorientierten Becken bestimmt ausreichend und auch bestens geeignet. Kommt dann aber eine mirabilis ins Haus, ist der Frust meist nach zwei Jahren schon vorprogrammiert.
Natürlich bin auch ich nicht vor diesem Umstand verschont geblieben und habe mir dazu einige Gedanken gemacht. Wer soll uns denn daran hindern, ein Aquarium einfach ´mal anders aufzustellen? So ganz kann ich das Patent auf die hier vorgestellte Methode nicht anmelden; Martin Reiner hat bereits auf seiner Homepage eine ähnliche Bauweise erwähnt, die er mittels Frischhaltefolie bei einem Bekannten sah.
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Als Ausgangsmaterial diente mir ein Aquarium, dass schon ein paar Jahre andere Karnivoren beherbergt hatte, allerdings in der normalen Längsausrichtung. Eigentlich hatte das Becken ausgedient, aber ich kann mich ja nun einmal nur sehr schwer von Materialien trennen, die “irgendwann” noch einmal Verwendung finden könnten. Es traf mich also zu einem günstigen Augenblick ein Inspirationspartikel und ich stellte das Becken kurzerhand hochkant auf eine kurze Seite.
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Zugegeben, die Stellfläche verringert sich erheblich, aber wieviele so hoch wachsende Kannensträucher besitzt der Durchschnittshalter denn? Die Maße des Beckens sind hier generell irrelevant, man nimmt eben was man bekommen kann. Die einzige Vorgabe ist eben eher hoch als breit. Eine durchgehende Bemaßung gebe ich hier also nicht an, sondern nur die eigentliche Vorgehensweise. Jeder Besucher der sich von dieser Methode inspirieren lässt, wird sich bestimmt seine Maße individuell anpassen.
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Rechte Grafik: Querschnitt durch die Front
An den rot markierten Stellen muss geklebt werden. Die abnehmbare Platte bleibt natürlich beweglich, die Nut in der Winkelleiste darf also weder zu tief noch zu eng für die Glasplatte sein. Auch hin zu der Kopfblende ist ein ausreichender Spalt zu berücksichtigen. Es ist ärgerlich wenn die Tür später klemmt.
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Hier auf der schematischen Darstellung sieht man die Frontseite, die ja noch zu schliessen wäre. Die Kopfblende und die Winkelleiste sind aus Kunststoff, die Fussblende und die Tür aus Glas. “Tür” ist natürlich übertrieben, es handelt sich eher um eine abnehmbare Frontplatte. Im Querschnitt ist zu sehen, an welchen Stellen geklebt werden muss. Der dunkelblaue Streifen dabei kennzeichnet die schon vorhandenen Abdeckungsträger, die bei normaler Verwendung als Aquarium die Abdeckung aufnehmen sollten. Wie man das Ganze aufteilt, bleibt natürlich den individuellen Anforderungen überlassen. Wer Topfkultur betreibt, kann eine höhere Fussblende einbauen, wer direkt bepflanzt wird sich eher für eine schmalere Variante entscheiden. Vielleicht spielen dabei auch einfach optische Gründe eine Rolle.
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Jetzt höre ich schon die Unkenrufe... “da ist ja nirgendwo eine Belüftung vorgesehen”... Doch, ist sie, und damit kommen wir zu dem kleinen grauen Kreis in der Kopfblende. Die Luft zeitweise umwälzen müssen wir sowieso, warum dabei nicht gleich Frischluft ziehen? In der Kopfblende ist also ein Lüfter integriert, der von aussen nicht sichtbar ist. Um ihm die Gelegenheit zu geben auch Frischluft ansaugen zu können, habe ich die Kopfplatte durchbrochen und den Lüfter eingepasst. Verkleidet wird das Ganze aussen mit einem passenden Gitter; ich habe da das Oberteil einer Fliegenklatsche zweckentfremdet. Die freien Kabelenden des Lüfters werden mit einem passenden Steckernetzteil versehen.
Eine weitere kleine Bohrung hat die Kopfplatte auch bekommen, durch diese wird später der Fernfühler des Hygro/Thermometers geführt. Auch die Winkelleiste bekommt oben eine Aussparung; hier führe ich am Schluss das Kabel für den Regelheizer durch. Der Heizer liegt, wie schon im Längsterrarium, horizontal auf dem Terrarienboden und ist völlig von Wasser umspült. Das Modell 3606 von Jäger Eheim Aquatics mit 150 Watt hat sich bei mir bestens bewährt.
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Die Bodengitter liegen in diesem Terrarium auf umgestülpten Tontöpfen; davon erhoffe ich mir etwas zusätzliche Verdunstung, also Luftfeuchte. Das Bodengitter ist diesmal ein bisschen ein Kuriosum. Vor einiger Zeit stach mir bei Lidl ein Pflanzen-Rankgitter für Fallrohre aus PE ins Auge. Vorausschauend hatte ich davon schon einmal 4 Pakete a 3 Gitter auf Vorrat mitgenommen. Diese Teile lassen sich sehr einfach bearbeiten und erfüllen ihren Zweck optimal.
Geklebt habe ich grundsätzlich alles mit Sanitärsilikon.
Wird fortgesetzt
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